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Forschung 6 Min. Lesezeit

Autoantikörper bei Post-COVID und Long-COVID

Bei vielen Betroffenen werden nach einer COVID-19-Erkrankung spezifische Autoantikörper gegen autonome Rezeptoren nachgewiesen. Ein Überblick über Forschungsstand und mögliche Zusammenhänge.

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Autoantikörper bei Post-COVID und Long-COVID

Bei einem Teil der Menschen, die eine COVID-19-Erkrankung durchgemacht haben, treten anhaltende Beschwerden auf — unter dem Begriff „Long-COVID” oder „Post-COVID” zusammengefasst. Die Forschung untersucht verschiedene mögliche Ursachen. Ein Ansatz, der zunehmend wissenschaftliche Aufmerksamkeit erfährt, betrifft sogenannte Autoantikörper gegen G-Protein-gekoppelte Rezeptoren (GPCR-AK).

Was sind Autoantikörper?

Autoantikörper sind Antikörper, die sich gegen körpereigene Strukturen richten. Normalerweise erkennt das Immunsystem körpereigenes Gewebe als „selbst” und greift es nicht an. Bei Autoimmunprozessen kann dieses System gestört sein — der Körper bildet dann Antikörper gegen eigene Zellstrukturen.

GPCR-Autoantikörper bei Post-COVID

Forscher haben bei einem Teil der Post-COVID-Betroffenen Antikörper gegen bestimmte Rezeptoren im autonomen Nervensystem nachgewiesen. Diese Rezeptoren steuern unter anderem Herzfrequenz, Blutdruck und Immunreaktionen.

Folgende Autoantikörper werden in der Forschung im Zusammenhang mit Post-COVID untersucht:

Autoantikörper und mögliche Wirkungen — Übersicht

Autoantikörper-Übersicht: Rezeptoren und assoziierte Symptome

Die Tabellen zeigen, welche Rezeptoren betroffen sein können und welche Symptome in der Forschung damit in Verbindung gebracht werden — darunter Herzrhythmusstörungen, Blutdruckschwankungen, Atemnotgefühl und veränderte Immunreaktionen.

Einordnung

Wichtig zu betonen: Die Forschung zu GPCR-Autoantikörpern bei Post-COVID befindet sich noch in einem frühen Stadium. Es handelt sich um Beobachtungen und Hypothesen, keine gesicherten kausalen Zusammenhänge. Nicht bei allen Betroffenen werden diese Antikörper nachgewiesen, und die klinische Bedeutung wird weiterhin untersucht.

Zusammenhang mit bekannten Symptomen

Viele der Symptome, die bei Post-COVID beschrieben werden — Erschöpfung, Herzrasen, Blutdruckprobleme, Konzentrationsstörungen — lassen sich theoretisch mit einer Dysregulation des autonomen Nervensystems in Verbindung bringen. Ob und in welchem Ausmaß GPCR-Autoantikörper dazu beitragen, ist Gegenstand laufender Forschung.

Weiterführende Informationen finden Sie in unserer Studiendatenbank unter den Kategorien Post-COVID und Long-COVID.

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