Zum Inhalt springen
Photobiomodulation Grundlagenforschung Review 2020

Photobiomodulation — zugrunde liegender Mechanismus und klinische Anwendungen

Originaltitel: Photobiomodulation—Underlying Mechanism and Clinical Applications

Autoren

Dompe C, Moncrieff L, Matys J, Grzech-Leśniak K, Kocherova I, Bryja A, Bruska M, Dominiak M, Mozdziak P, Skiba T, Shibli JA, Volponi AA, Kempisty B, Dyszkiewicz-Konwińska M

Journal

Journal of Clinical Medicine

DOI

10.3390/jcm9061724

Zusammenfassung

Review-Artikel, der die zellulären Wirkmechanismen der Photobiomodulation (Lichtabsorption durch mitochondriale Chromophore, gesteigerte ATP-Produktion) sowie mögliche klinische Anwendungsfelder wie Wundheilung, Schmerzmanagement, Zahnmedizin und Stammzellmodulation zusammenfasst.


Photobiomodulation — Mechanismus und klinische Anwendungen

Hintergrund

Photobiomodulation (PBM), früher auch als „Low-Level-Lasertherapie” bezeichnet, beschreibt die Anwendung von Licht bestimmter Wellenlängen (meist 600–1100 nm) auf Zellen und Gewebe. Dieser Übersichtsartikel fasst den Kenntnisstand zu den zellulären Wirkmechanismen zusammen und ordnet mögliche klinische Anwendungsgebiete ein, insbesondere im Zusammenhang mit Stammzellen und Geweberegeneration.

Studiendesign

  • Art: Narrativer Review
  • Population: Nicht zutreffend (Übersichtsarbeit, keine Patientenkohorte)
  • Intervention: Zusammenfassung publizierter Grundlagen- und klinischer Forschung zu PBM/Laseranwendung auf Zellebene
  • Kontrolle: Nicht zutreffend
  • Endpunkte: Darstellung von Wirkmechanismen (Chromophor-Absorption, ATP-Produktion, Signalwege) und Übersicht klinischer Anwendungsfelder

Zentrale Ergebnisse

  • Licht im genannten Wellenlängenbereich wird von mitochondrialen Chromophoren, insbesondere Cytochrom-c-Oxidase, absorbiert und stimuliert dadurch die ATP-Produktion.
  • Reaktive Sauerstoffspezies (ROS), Kalziumionen (Ca²⁺) und zyklisches AMP (cAMP) werden als nachgeschaltete Signalmoleküle beschrieben.
  • In der zusammengefassten Literatur werden Effekte auf Zellproliferation, Migration und Differenzierung verschiedener Stammzelltypen beobachtet.
  • Als beschriebene klinische Anwendungsfelder werden Wundheilung, Schmerzmanagement sowie zahnmedizinische Indikationen (Implantatstabilität, Gingivafibroblasten, aphthöse Stomatitis) genannt.

Klinische Bedeutung

Der Review ordnet PBM als Verfahren mit mehreren beschriebenen zellulären Wirkmechanismen ein, die eine Grundlage für den Einsatz in unterschiedlichen medizinischen und zahnmedizinischen Kontexten bilden können. Für die Einordnung im Praxisalltag ist relevant, dass es sich um eine Zusammenfassung heterogener Primärstudien handelt, nicht um eine eigenständige klinische Untersuchung.

Limitationen

  • Übersichtsarbeit ohne eigene Primärdaten — die referenzierten Effekte stammen aus unterschiedlichen Studien mit variierenden Protokollen (Wellenlänge, Dosis, Zelltyp), eine Vergleichbarkeit ist eingeschränkt.
  • Heterogenität der Quellstudien — viele zugrunde liegende Arbeiten sind In-vitro- oder Tierstudien; die Übertragbarkeit auf den Menschen ist nicht durchgängig gesichert.
  • Kein Gerätebezug — die Arbeit behandelt Photobiomodulation als Forschungsfeld allgemein und nicht ein konkretes kommerzielles Gerät; aus dem Review lässt sich keine Wirksamkeitsaussage zu einem bestimmten Produkt ableiten.

Originalstudie lesen

Lesen Sie die vollständige wissenschaftliche Arbeit im Original auf der Journal-Website.

Originalstudie lesen