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PEMF Grundlagenforschung Grundlagenforschung 2014

Niederfrequente PEMF verbessern Wundverschluss und Proliferation humaner Sehnenfibroblasten in vitro

Originaltitel: Low-frequency pulsed electromagnetic fields significantly improve time of closure and proliferation of human tendon fibroblasts

Autoren

Seeliger C, Falldorf K, Sachtleben J, van Griensven M

Journal

European Journal of Medical Research

DOI

10.1186/2047-783X-19-37

Zusammenfassung

In-vitro-Studie an humanen Sehnenfibroblasten von 5 Spendern (Scrape-Wund-Modell) zur Wirkung niederfrequenter PEMF (Somagen™-Gerät) auf Wundverschluss und Zellproliferation. Behandelte Zellkulturen zeigten einen schnelleren Wundverschluss und eine gesteigerte Proliferation gegenüber unbehandelten Kontrollen. Es handelt sich um eine reine Laborstudie ohne klinische Anwendung am Menschen.


Niederfrequente PEMF und Wundheilung humaner Sehnenfibroblasten (In-vitro)

Hintergrund

Verzögerte Sehnenheilung ist ein relevantes klinisches Problem, insbesondere nach Verletzungen oder operativen Eingriffen. Diese In-vitro-Arbeit untersuchte, ob niederfrequente gepulste elektromagnetische Felder (PEMF) den Wundverschluss und die Proliferation humaner Sehnenfibroblasten in einem Zellkulturmodell beeinflussen.

Studiendesign

  • Art: Grundlagenforschung — In-vitro-Studie (Scrape-Wund-Modell an Zellkulturen)
  • Population: Sehnenfibroblasten aus Patellasehnengewebe von 5 Spendern (Patienten mit Knieoperationen)
  • Intervention: PEMF-Exposition mit dem Somagen™-Gerät, spezifisches Wundheilungsprogramm (10 Minuten bei 33 Hz, gefolgt von 20 Minuten bei 7,8 Hz), dreimal im Abstand von je zwei Tagen, je 30 Minuten Gesamtexposition pro Sitzung
  • Kontrolle: Unbehandelte Zellkulturen desselben Spenderpools
  • Endpunkte: Zeit bis zum Wundverschluss (Scrape-Assay), Zellproliferation (BrdU-Einbau), Apoptoserate

Zentrale Ergebnisse

  • Wundverschluss: Behandelte Zellkulturen schlossen die Wunde im Mittel nach 3,35 ± 0,38 Tagen, unbehandelte Kontrollen nach 5,05 ± 0,33 Tagen (statistisch signifikant, p < 0,001)
  • Proliferation: Signifikanter Anstieg des BrdU-Einbaus von OD 0,70 ± 0,16 (Kontrolle) auf 1,58 ± 0,24 (PEMF-Gruppe)
  • Apoptose: Keine signifikanten Unterschiede zwischen behandelten und unbehandelten Zellen

Klinische Bedeutung

Die Ergebnisse liefern einen zellbiologischen Hinweis darauf, dass niederfrequente PEMF unter Laborbedingungen die Proliferation und den Wundverschluss von Sehnenfibroblasten begünstigen können. Als In-vitro-Befund kann daraus keine unmittelbare klinische Wirksamkeit bei Sehnenverletzungen am Menschen abgeleitet werden.

Limitationen

  • Kleine Spenderzahl — nur 5 Spender, von den Autoren selbst als Einschränkung benannt (“more studies are necessary”)
  • Reine In-vitro-Untersuchung — keine In-vivo- oder klinische Validierung am Menschen
  • Gerät — verwendet wurde das Somagen™-System der Sachtleben GmbH, NICHT das im Sauerstoffzentrum Nordost eingesetzte PERTH-System bzw. CellRecoverySystems. Aus dieser Arbeit lässt sich keine gerätespezifische Wirksamkeitsaussage für das PERTH-System ableiten.
  • Mögliche Interessenkonflikte — das Gerät wurde vom Hersteller kostenfrei bereitgestellt; zwei Autoren sind Geschäftsführer der Sachtleben GmbH

Originalstudie lesen

Lesen Sie die vollständige wissenschaftliche Arbeit im Original auf der Journal-Website.

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