Die Wirkung von Photobiomodulation auf humane mesenchymale Zellen: eine Literaturübersicht
Originaltitel: The Effect of Photobiomodulation on Human Mesenchymal Cells: A Literature Review
Pinto H, Goñi Oliver P, Sánchez-Vizcaíno Mengual E
Aesthetic Plastic Surgery
10.1007/s00266-021-02173-y
Zusammenfassung
Literaturübersicht von 37 In-vitro-Studien zur Wirkung von Photobiomodulation (Wellenlängen 600–1000 nm) auf humane mesenchymale Zellen. Betrachtet wurden vor allem Zellproliferation, -differenzierung, -viabilität und -migration.
Photobiomodulation und mesenchymale Zellen — eine Literaturübersicht
Hintergrund
Mesenchymale Stromazellen (MSC) spielen eine zentrale Rolle in der regenerativen Medizin, unter anderem in der ästhetischen und rekonstruktiven Chirurgie. Diese Literaturübersicht fasst zusammen, welche Effekte Photobiomodulation (PBM) in In-vitro-Studien auf humane mesenchymale Zellen beschrieben hat.
Studiendesign
- Art: Systematische Literaturübersicht
- Population: 37 eingeschlossene In-vitro-Studien zu humanen mesenchymalen Zellen (keine Patientenkohorte)
- Intervention: PBM-Bestrahlung mit Wellenlängen überwiegend im Bereich 600–1000 nm (60,5 % der Verfahren nutzten 625–740 nm)
- Kontrolle: Unbestrahlte Zellkulturen (studienabhängig)
- Endpunkte: Zellproliferation (79,1 % der Studien), Zelldifferenzierung (44,2 %), Zellviabilität (32,6 %), zum Teil Zellmigration
Zentrale Ergebnisse
- In der Mehrzahl der eingeschlossenen Studien wurden Effekte von PBM auf Zellproliferation beobachtet.
- Ein relevanter Anteil der Studien beschreibt zusätzlich Effekte auf Zelldifferenzierung und Zellviabilität.
- Die Autoren fassen zusammen, dass PBM als Verfahren beschrieben wird, das Zellviabilität, Differenzierung, Proliferation und Migration mesenchymaler Zellen beeinflussen kann.
Klinische Bedeutung
Für die regenerative Medizin und angrenzende Fachbereiche liefert die Übersicht eine Einordnung, unter welchen Bestrahlungsparametern in der Grundlagenforschung Effekte auf mesenchymale Zellen beschrieben wurden. Dies ist als Grundlagenwissen zu verstehen, nicht als Beleg für einen therapeutischen Nutzen bei einer bestimmten Patientengruppe.
Limitationen
- Ausschließlich In-vitro-Daten — alle 37 eingeschlossenen Studien wurden an Zellkulturen durchgeführt, keine klinischen Endpunkte am Menschen.
- Heterogene Protokolle — Wellenlänge, Bestrahlungsdauer und -intensität unterscheiden sich zwischen den Studien erheblich, was direkte Vergleiche erschwert.
- Kein Gerätebezug — die Übersicht behandelt Photobiomodulation als Methode allgemein, nicht ein konkretes kommerzielles Gerät; eine gerätespezifische Wirksamkeitsaussage lässt sich daraus nicht ableiten.
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