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Infrarot Grundlagenforschung Review 2017

Biologische Effekte und medizinische Anwendungen von Infrarotstrahlung

Originaltitel: Biological effects and medical applications of infrared radiation

Autoren

Tsai SR, Hamblin MR

Journal

Journal of Photochemistry and Photobiology B: Biology

DOI

10.1016/j.jphotobiol.2017.04.014

Zusammenfassung

Übersichtsartikel zu den biologischen Wirkmechanismen von Infrarotstrahlung (760 nm bis 100.000 nm) und deren medizinischen Anwendungsfeldern, u. a. Photobiomodulation, Wundheilung und neuronale Stimulation. Diskutiert werden Wirkparameter wie Wellenlänge, Dosis und Bestrahlungsdauer sowie mögliche zelluläre Mechanismen (ATP-Produktion, reaktive Sauerstoffspezies, TRPV-Aktivierung).


Biologische Effekte und medizinische Anwendungen von Infrarotstrahlung

Hintergrund

Infrarotstrahlung (IR) umfasst den elektromagnetischen Spektralbereich von etwa 760 nm bis 100.000 nm und wird in der Medizin zunehmend im Rahmen der Photobiomodulation (auch Low-Level-Lichttherapie, LLLT) eingesetzt. Dieser Übersichtsartikel von Tsai und Hamblin fasst den Kenntnisstand zu biologischen Wirkmechanismen und therapeutischen Anwendungsfeldern von Infrarotstrahlung zusammen und ordnet diese in den größeren Kontext der Lichttherapie ein.

Studiendesign

  • Art: Narrativer Übersichtsartikel (Review)
  • Population: Nicht zutreffend — Zusammenfassung publizierter Grundlagenforschung und klinischer Literatur
  • Intervention: Betrachtet werden verschiedene IR-Wellenlängenbereiche (insbesondere Nah-Infrarot, 600–1000 nm) sowie unterschiedliche Bestrahlungsparameter (Fluenz, Bestrahlungsstärke, Pulsung, Zeitpunkt der Anwendung)
  • Kontrolle: Nicht zutreffend (Review-Format)
  • Endpunkte: Zusammenfassende Darstellung berichteter Effekte auf Zellebene (u. a. Mitochondrienaktivität, ATP-Synthese, oxidativer Stress) und in klinischen Anwendungsfeldern (Wundheilung, Nervenstimulation, Hautalterung)

Zentrale Ergebnisse

  • Nah-Infrarotlicht zeigt in der zusammengefassten Literatur Effekte auf Nervenzellen und wird im Zusammenhang mit neuronaler Stimulation diskutiert
  • Anwendungsfelder werden u. a. für Wundheilung beschrieben
  • Als mögliche zelluläre Mechanismen werden mitochondriale ATP-Produktion, die Modulation reaktiver Sauerstoffspezies sowie die Aktivierung von TRPV-Kanälen (transient receptor potential vanilloid) diskutiert
  • Die Autoren thematisieren zudem ambivalente Effekte von solarer Infrarotstrahlung auf die Haut (Photoalterung versus mögliche regenerative Effekte)

Klinische Bedeutung

Als Übersichtsarbeit ordnet dieser Artikel die biologische Grundlage möglicher Infrarot-Anwendungen ein und liefert eine Basis für das Verständnis, warum Infrarotstrahlung in unterschiedlichen medizinischen Kontexten untersucht wird. Er ersetzt keine klinischen Wirksamkeitsnachweise, sondern beschreibt den Stand der Mechanismusforschung.

Limitationen

  • Review-Charakter — keine eigenen Primärdaten, keine standardisierte Bewertung der zugrunde liegenden Studienqualität
  • Heterogene Quellen — zusammengefasste Studien unterscheiden sich stark in Wellenlänge, Dosis und Anwendungskontext, was eine pauschale Übertragung der Aussagen einschränkt
  • Diese Studie untersucht Infrarotstrahlung allgemein — keine Aussage zu einem spezifischen kommerziellen Gerät; aus diesem Übersichtsartikel lässt sich keine gerätespezifische Wirksamkeit ableiten

Originalstudie lesen

Lesen Sie die vollständige wissenschaftliche Arbeit im Original auf der Journal-Website.

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